Schwere Geburt

1 January 2002

Wir alle haben es miterlebt: die Geburt eines neuen Schriftzeichens. Schleichend kam es uber uns. Zunächst in die Zeitungen und Fachzeitschriften. Dann in die Infobroschuren der Banken und Sparkassen. Schließlich die ersten Liveauftritte in Werbeanzeigen, Kaufhäusern, auf dem Gemusemarkt und bei Tante Emma nebenan. Inzwischen hat es auf der Computertastatur seinen Platz gefunden, und die Kinder lernen es in der Schule schreiben. Das Eurozeichen €.

Wenn Geschichte passiert, geraten Details schnell in Vergessenheit. Sicherlich wird uns die Einfuhrung der neuen, europaweiten Währung mehr beschäftigen, als die Befindlichkeit jenes Zeichens, das diese monetäre Reform begleitet. (Typo)grafisch interessierte Menschen verfolgen jedoch mit Aufmerksamkeit einen Wimpernschlag der Semiotikgeschichte. Schließlich soll mit dem Euro nicht dasselbe passieren wie mit dem Dollar, um dessen Symbol $ sich zwar viele Legenden ranken, aber niemand genau weiß, wie es seine endgultige Form fand. Da die Euro-Einfuhrung zudem von den Initiatoren seit dem Startschuss propagandistisch vernebelt wird, ist es an der Zeit, die 5jährigen Geschichte des Eurozeichens niederzuschreiben.

© Fotos/Illustrationen: EU, hitext, dpa, Karstadt

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